Steuerreform 2026 – Was sich geändert hat

Am 1. Januar 2026 trat die umfassendste Steuerreform Zyperns seit über 20 Jahren in Kraft. Die wichtigste Änderung: Die Körperschaftsteuer stieg von 12,5% auf 15%. Hier erfahren Sie, was sich konkret geändert hat und was gleich geblieben ist.

Körperschaftsteuer: 12,5% → 15%

Die Erhöhung erfolgte im Rahmen der EU-Richtlinie zur globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two / GloBE). Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 750 Mio. EUR hat Pillar Two keine direkte Auswirkung – die 15% gelten als regulärer zypriotischer Steuersatz.

Was unverändert bleibt

  • Non-Dom-Status: 17 Jahre SDC-Befreiung auf Dividenden und Zinsen – unverändert
  • Participation Exemption: 100% steuerfreie Dividenden und Veräußerungsgewinne – unverändert
  • 0% Quellensteuer: Auf Dividenden, Zinsen und Lizenzen ins Ausland – unverändert
  • IP Box Regime: Effektiver Steuersatz ~3% – unverändert
  • NID: Notional Interest Deduction – unverändert
  • 60-Tage-Regel: Steuerliche Ansässigkeit – unverändert
  • Keine Erbschaftsteuer: Unverändert

Neue Regelungen

  • R&D Super-Deduction: 120% Abzug auf qualifizierte F&E-Ausgaben (verlängert bis 2030)
  • Verlustvorträge: Von 5 auf 7 Jahre verlängert
  • Tonnagesteuer: Weiterhin verfügbar für Shipping-Unternehmen

Steuerreform Zypern 2026

Hintergrund: Warum die Erhöhung?

Die Erhöhung der Körperschaftsteuer von 12,5% auf 15% war keine isolierte zypriotische Entscheidung, sondern Folge der EU-Richtlinie zur globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two / GloBE). Diese Richtlinie, die auf dem OECD/G20-Rahmenwerk basiert, sieht vor, dass multinationale Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 750 Mio. EUR in jedem Land mindestens 15% Steuern zahlen. Zypern hat den Satz proaktiv auf 15% angehoben, um einem möglichen „Top-Up Tax" durch andere Staaten zuvorzukommen.

Auswirkung auf verschiedene Mandantengruppen

KMU und Selbstständige: Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 750 Mio. EUR – das sind praktisch alle CMC-Mandanten – hat Pillar Two keine direkte Auswirkung. Die 15% gelten als regulärer Steuersatz. In Kombination mit dem Non-Dom-Status (0% auf Dividenden) bleibt der effektive Gesamtsteuersatz bei maximal 15%.

IP-Box-Nutzer: Der effektive Steuersatz für qualifizierende IP-Gewinne steigt von ca. 3% – immer noch einer der niedrigsten in der EU.

Holdinggesellschaften: Die Participation Exemption bleibt unverändert: Dividenden und Veräußerungsgewinne von Tochtergesellschaften sind weiterhin zu 100% steuerfrei.

Rentenempfänger: Die 5%-Pauschalbesteuerung für ausländische Renteneinkünfte bleibt unverändert.

Zeitlicher Ablauf

Die Steuerreform wurde im Juni 2025 vom zypriotischen Parlament verabschiedet und trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Geschäftsjahre, die vor dem 1. Januar 2026 begannen, unterliegen noch dem alten Satz von 12,5%. Vorläufige Steuervorauszahlungen für 2026 müssen bereits auf Basis des 15%-Satzes berechnet werden.

Fazit

Trotz der Erhöhung auf 15% bleibt Zypern einer der attraktivsten Steuerstandorte in der EU. Der Non-Dom-Status, die Participation Exemption und das IP Box Regime machen Zypern weiterhin zu einem erstklassigen Standort für internationale Unternehmer.

Was die Steuerreform 2026 für Unternehmer bedeutet

Die zypriotische Steuerreform, die im Juni 2025 vom Parlament verabschiedet wurde und am 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, hat die Körperschaftsteuer von 12,5% auf 15% angehoben. Diese Anpassung erfolgte im Rahmen der EU-Richtlinie zur globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two), die für multinationale Konzerne mit einem Jahresumsatz von über 750 Mio. EUR gilt. Für KMU und Einzelunternehmer – also praktisch alle CMC-Mandanten – ändert sich die Steuerbelastung nur geringfügig.

Die gute Nachricht: Der Non-Dom-Status bleibt vollständig erhalten. Dividendenausschüttungen an Non-Dom-Inhaber sind weiterhin zu 100% von der Special Defence Contribution befreit. Auch die Participation Exemption, der Notional Interest Deduction (NID) und das umfangreiche DBA-Netzwerk bleiben unverändert bestehen.

Das IP Box Regime wurde ebenfalls angepasst: Der effektive Steuersatz beträgt ca. 3%. Für Unternehmen mit qualifizierenden IP-Einkünften bleibt Zypern damit einer der günstigsten Standorte in der EU.

Auch die Einkommensteuer wurde moderat angepasst: Ein neuer Spitzensteuersatz von 37% gilt ab einem zu versteuernden Einkommen von 100.001 EUR. Der Grundfreibetrag von 22.000 EUR und die übrigen Stufen (20%, 25%, 30%, 35%) bleiben weitgehend unverändert.

Insgesamt stärkt die Reform Zyperns Position als EU-konformer, transparenter Steuerstandort – ohne die wesentlichen Vorteile für international agierende Unternehmer zu beschneiden.

Praktische Auswirkungen der Reform

Für die meisten CMC-Mandanten – typischerweise Einzelunternehmer und KMU mit Umsätzen unter 750 Mio. EUR – bedeutet die Reform eine moderate Erhöhung der Steuerlast um 2,5 Prozentpunkte. Ein Unternehmen mit 100.000 EUR Gewinn zahlt künftig 15.000 EUR statt 12.500 EUR Körperschaftsteuer. Da Dividenden für Non-Dom-Inhaber weiterhin zu 100% steuerfrei sind, bleibt der effektive Gesamtsteuersatz bei 15%. In Deutschland läge die vergleichbare Belastung bei ca. 48%.

CMC empfiehlt allen Mandanten eine individuelle Prüfung ihrer Steuerstruktur nach der Reform. Insbesondere Unternehmen mit IP-Einkünften sollten die neue IP Box Rate von 3% in ihre Planung einbeziehen. Gerne analysieren wir Ihre Situation im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs.

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Warum wurde die Körperschaftsteuer erhöht?

Die Erhöhung von 12,5% auf 15% war Folge der EU-Richtlinie zur globalen Mindestbesteuerung (Pillar Two). Zypern hat den Satz proaktiv angepasst, um einem „Top-Up Tax" durch andere Staaten zuvorzukommen.

Betrifft Pillar Two mein Unternehmen?

Pillar Two betrifft nur multinationale Konzerne mit einem Jahresumsatz über 750 Mio. EUR. Für KMU und Einzelunternehmer – also praktisch alle CMC-Mandanten – ändert sich nichts an der Steuerlast.

Bleibt der Non-Dom-Status bestehen?

Ja. Der Non-Dom-Status ist von der Steuerreform nicht betroffen. Dividenden bleiben für Non-Dom-Inhaber zu 100% steuerfrei. Auch IP Box, Participation Exemption und NID bleiben unverändert.

Wann trat die Steuerreform in Kraft?

Die Reform wurde im Juni 2025 vom zypriotischen Parlament verabschiedet und trat am 1. Januar 2026 in Kraft.

Muss ich als KMU etwas an meiner Struktur ändern?

In der Regel nicht. Die wesentlichen Vorteile (Non-Dom, Participation Exemption, DBA-Netzwerk) bleiben unverändert. CMC empfiehlt dennoch eine individuelle Prüfung im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs.

Wie wirkt sich die Reform auf Holdingstrukturen aus?

Die Participation Exemption bleibt zu 100% bestehen. Dividenden und Veräußerungsgewinne aus qualifizierenden Beteiligungen sind weiterhin vollständig steuerfrei. Holdingstrukturen bleiben damit uneingeschränkt attraktiv.

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